Diskussionen über den Sinn und Unsinn der Pandemie-Massnahmen und insbesondere über Impfungen gleichen sich - vorausgesetzt, dass nicht alle sowieso gleicher Meinung sind. Sie erinnern mich immer an die alten Glaubenskriege. Jeder ist von seinem Glauben überzeugt - und das ist ja auch sein/ihr gutes Recht. Und jeder hält den anderen für einen Idioten. Und dann passiert immer dasselbe: man schlägt sich gegenseitig die Köpfe ein. Im Mittelalter oder zur Zeit der Reformation hat man sich gegenseitig bekämpft und umgebracht. Heute schlägt man sich die "sachlichen" Argumente um die Ohren. Gewonnen wird nichts. Die Positionen verhärten sich, und meist endet die Diskussion erst dann, wenn eine der beiden "Parteien" zusammenbricht.
Ich habe mit einem guten Freund eine solche Diskussion erlebt. Es war vor etwa 2 Monaten. Es war etwas vom Unerfreulichsten, was mir je passiert ist. Es war, wie wenn wir beide diesem kriegerischen Mechanismus ausgeliefert gewesen wären. Es gelang nicht, sich friedlich zu verständigen oder sich in seinem "Glauben" gegenseitig zu respektieren. Woran liegt das nur? Was ist das für eine Dynamik?